Für Lehrer

„Herausforderung Internationale Förderklassen, wir schaffen das!“

Die Fortbildungsreihe wurde von Lehrern für Lehrer konzipiert, die sich der täglichen Freude und Herausforderung mit der Arbeit in Internationalen Förderklassen stellen. Aus der Praxis für die Praxis mit konkreten Vorschlägen für Ihren Unterricht und der Möglichkeit zum intensiven auch fachlichen Austausch unter Kollegen. Die unten dargestellten Inhalte können als Paket oder nach Präferenz und Zeit gebucht werden. Unsere Dozentinnen und Dozenten sind ausgebildete Sprachenlehrer mit großer Erfahrung in der Arbeit mit DaZ- Schülern an Schulen und in Integrationskursen. Verantwortlich für die Inhalte und den Ablauf ist unsere didaktische Leitung Frau OStR Dagmar Ahmad Bildungsgangleiterin IFK am Berufskolleg Eschweiler, Didaktische Leiterin der Sprachenschule Neolekt- Schlau Deutsch lernen in Aachen und zugelassene Lehrerin für Integrationskurse vom Bundesamt für Migration.

Unsere Adressaten sind Lehrerinnen und Lehrer, die bereits in Internationalen Förderklassen arbeiten oder in Zukunft arbeiten wollen. Die Workshops fokussieren die Arbeit an Schulen ab der Sekundarstufe 1. Einzelne Themen sind auf die Arbeit an bestimmten Schulformen abgestimmt.

Ein ausführliches Handout und Getränke werden Ihnen kostenlos zur Verfügung gestellt.

Die Workshops finden mittwochs in der Zeit von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr in den Räumen von Neolekt, Kurbrunnenstraße 6 in 52066 Aachen statt. Workshops, die für Ihre Schule interessant sind, können gebucht werden und unsere Dozenten kommen zu Ihnen in die Schule.

Die Kosten für die Workshops liegen bei 40€ pro Teilnehmer, die Anzahl der Teilnehmer muss zwischen 15 und 20 Personen liegen.

Themen der Fortbildungsreihe

31.05.2017

Wortschatzvermittlung im DaZ Unterricht – Memotechniken, Sprachspiele, Vokabellernen etc.

Ohne Wortschatz sind weder Hörverstehen und Sprechen noch verstehendes Lesen und Schreiben möglich. Die Sprachkompetenz des Lerners hängt wesentlich vom Umfang des Wortschatzes ab. In diesem Workshop werden die Ziele der Arbeit am (Fach-) Wortschatz vermittelt und verschiedene Übungstypen für die Arbeit am (Fach-) Wortschatz kennengelernt. Dabei steht sowohl die Wortschatzvermittlung im Anfängerunterricht, als auch die des fortgeschrittenen Unterrichts im Mittelpunkt. Die Wortbildung im Deutschen ist für DaZ-Lerner besonders wichtig und verschiedene Aspekte hierzu werden behandelt. Sie lernen Wortschatztrainings aus der Praxis kennen, die Sie auch in Ihrem Unterricht umsetzen können.

07.06.2017

Hörverständnis schulen

Ohne Hören kein Verstehen, ohne Verständnis keine Möglichkeit zur Partizipation. Das Hörverstehen und das Leseverstehen haben einige Gemeinsamkeiten, aber es gibt auch zentrale Unterschiede. In diesem Workshop werden die zentralen Grundlagen des Themenbereichs Hörverstehen thematisiert, Übungen zum Training des Hörverstehens kennengelernt und Hörverständnisaufgaben in den Lehrwerken kritisch auf ihre Intention hin untersucht.

14.06.2017

Lesekompetenzen schulen

Lesen gehört zu der Kernkompetenz des Fremdsprachenerwerbs und die Lesekompetenz ist eine der Voraussetzungen für eine gelungene Teilhabe an gesellschaftlichem und kulturellem Leben und stellt damit einen wesentlichen Faktor für den Bildungserfolg unserer Schülerinnen und Schüler dar. Nur derjenige, der ausreichend gut lesen kann, kann auch selbstständig Wissen erarbeiten und erweitern. Im Zeitalter der neuen Medien ist das Lesen essentiell für unsere tägliche Kommunikation. Dieser Workshop vermittelt Strategien, die die Lesekompetenzen von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern im Rahmen von Internationalen Vorbereitungsklassen, sowie im Regelunterricht in allen Fächern fördern können. Ein Thema ist unter anderem das Lesen von Formularen und amtlichen Schreiben.

21.06.2017

Generatives Schreiben – Schreibkompetenzen fördern

Die Schreibfertigkeit von Texten hat im deutschen Schulsystem die höchste Priorität. Der Schulerfolg des Einzelnen hängt maßgeblich von der sicheren Beherrschung des Lesens und Schreibens ab. Gelingt es nicht, die elementaren Grundlagen des Lesens und Schreibens zu vermitteln, droht Schulversagen. DaZ Schüler kommen fast immer ohne die Alphabetisierung in deutscher Schrift, aber auch oft ohne jegliche Alphabetisierung, da ihre Herkunftssprachen mündlich tradiert werden. Zudem kommt erschwerend hinzu, dass die SuS in ihrem Umfeld wenig Berührung mit Schriftsprache hatten und sie die kommunikative Funktion von Schriftsprache erst erlernen müssen. Gut gestalteter DaZ – Unterricht wirkt diesen Benachteiligungen entgegen. Sie erlernen und testen in diesem Workshop Methoden z.B. das generative Schreiben, um eine gezielte Förderung für den Schwerpunkt Schreiben in ihren Unterricht zu integrieren.

28.06.2017

Mathematik im DaZ – ist Mathematik eine Sprache?

Der Kompetenzerwerb im Fach Mathematik ist eng mit komplexen sprachlichen Anforderungen für den DaZ Lerner verbunden. Argumentieren, Erklären von Sachverhalten und Darstellen sind grundlegende Fertigkeiten in der Auseinandersetzung mit mathematischen Inhalten. Vor allem bei Textaufgaben müssen die Problemstellungen im Aufgabentext zunächst erkannt werden, um diese dann mit mathematischem Wissen in Verbindung zu setzen und im letzten Schritt mithilfe einer Rechenaufgabe lösen zu können. Im Workshop werden nicht nur für Mathematiklehrkräfte teilweise noch unbekannte sprachliche Schwierigkeitsbereiche im Fach Mathematik erarbeitet, die für DaZ Lerner bei der Bewältigung von zentralen Textsorten im Mathematikunterricht eine Hürde darstellen können. Ziel ist es, Lernende beim Lösen von Textaufgaben fachlich und sprachlich zu unterstützen.

Weitere Fortbildungsthemen (auf Abruf buchbar)

Unbegleitet minderjährige Flüchtlinge – wer sind unsere Schüler und welchen Herausforderungen müssen sie sich stellen? – Chancen und Möglichkeiten der Unterstützung in der Schule

Die meisten Schülerinnen und Schüler, die zu uns in die Schule kommen, sind ohne ihre Familien in Deutschland. Ihr Alltag ist durch eine Vielzahl von Verantwortungen für die eigene Person und bürokratische Hürden geprägt. Diese für die Schülerinnen und Schüler neue Lebenssituation bedingt enorm ihr Lernverhalten. Auch die Schülerinnen und Schüler, die mit ihren Familien bei uns leben, tragen meist eine andere Verantwortung für die gesamte Familie als unsere Regelschüler, da sie oft die Einzigen sind, die der deutschen Sprache in etwa mächtig sind. Dieser Workshop stellt die Lebenswirklichkeit der zugewanderten Schüler und Schülerinnen dar, zeigt Handlungsmöglichkeiten und Grenzen auf Seiten der Schule auf und erarbeitet pädagogische Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit schwierigen Situationen. Auch der Aspekt der Traumatisierung mit dem damit verbundenen pädagogischen Umgang  im Klassenraum, wird beleuchtet.

Grundlagen und Merkmale des DaZ Unterrichts – eine Einführung in das Unterrichten von Deutsch als Zweitsprache in der Schule

Dieser Workshop erläutert zunächst die Begrifflichkeiten: Erstsprache, Zweitsprache, Fremdsprache, Herkunftssprache, Familiensprache und Migrantensprache. Die theoretischen Grundlagen zu den unterschiedlichen Typen des Spracherwerbs sowie die Faktoren, die das Sprachenlernen bestimmen, werden dargestellt, um die Bildungsbeteiligung mehrsprachiger Schülerinnen und Schüler in unserem Schulsystem zu diskutieren und um die bestmögliche Sprachförderung durch Schule gemeinsam zu erarbeiten.

Methodische Ansätze im DaZ Unterricht- Language Awareness

Wir lernen Möglichkeiten kennen, wie die Familiensprachen und Herkunftskulturen Ihrer Schülerinnen und Schüler im Unterricht wahrgenommen und wertgeschätzt werden können. Ein intensiver Austausch mit Ihren Schülerinnen und Schülern über ihre Sprachen und Sprachbiographien soll angeregt werden. Zudem lernen Sie das Konzept Language Awareness kennen, das Ihnen helfen kann, die Sprachsensibilität und die Sprachbewusstheit Ihrer Schülerinnen und Schüler und damit deren Selbstbewusstsein zu stärken. Themen sind Sprachenporträt, Sprachbiographie, Europäisches Portfolio der Sprachen und Mehrsprachigkeit im DaZ-Unterricht.

Curriculare Vorgaben des DaZ Unterrichts an Schulen und Unterrichtsplanung

Was sagt die BASS und welche Curricula gibt es in den verschiedenen Bundesländern?

Unser unterrichtliches Handeln wird im Wesentlichen von den Curricula und den Prüfungsformaten für unsere Schulformen und Bildungsgänge geprägt. In diesem Workshop werden die Vorgaben der Bezirksregierung dargestellt und Sie lernen zu beurteilen, wie die externen Vorgaben in Ihrem Unterricht umgesetzt sind und welche Handlungsspielräume Sie haben. Die Handreichungen des LAKI, Anregungen des KI und Erfahrungen aus ihrem eigenen Unterricht werden analysiert. Gemeinsam möchten wir eine Unterrichtsplanung für Ihren Unterricht erarbeiten.

Interkulturelles Lernen – Umgang mit Vorurteilen – auch den eigenen

Interkulturelle Kompetenz erschließt uns Menschen einen Zugang zur Vielfältigkeit der Denkweisen und Lebensweisen auf der Welt. Interkulturelles Lernen soll dazu befähigen, kulturelle Unterschiede als Bereicherung für uns selbst zu begreifen. Eine kulturelle Vielfalt fordert aber auch, sich mit seinen eigenen Werten, Einstellungen und Ansichten auseinanderzusetzen, bestehende Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen und gegebenenfalls zu verändern, um sich der soziokulturellen Vielfalt in Schule und Gesellschaft öffnen.

In einem globalisierten Lernort brauchen Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, kulturelle Unterschiede als Bereicherung zu verstehen und mit Unterschieden wertschätzend umzugehen.

Schule ist ein Ort, wo wir die Vielfalt unserer Gesellschaft am stärksten erleben können. Hier lernen Menschen miteinander, auch wenn sie sich hinsichtlich ihrer Nationalität, ihrer Religion, ihrem Geschlecht, ihrem familiären Hintergrund oder Interesse unterscheiden.

Ohne bewusstes Anleiten entwickelt sich interkulturelle Kompetenz jedoch weder bei Schülerinnen und Schülern noch bei den Lehrkräften und den pädagogischen Mitarbeitern.

In diesem Workshop setzen wir uns mit unseren eigenen Ansichten, Werten aber auch Vorurteilen auseinander, lernen die der anderen kennen und erarbeiten gemeinsam Regeln und Rituale, die ein interkulturelles Lernklima ermöglichen.

Alphabetisierung – eine Herausforderung für Schule

Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger, die in anderen Schriften alphabetisiert sind (z.B. kyrillisch, arabisch), müssen zunächst beim Erwerb des deutschen Schriftsystems unterstützt werden. Eine systemimmanente Lösung muss gefunden werden, ohne den Lernfortschritt der gesamten Klasse zu beeinträchtigen. Diese Schülerinnen und Schüler müssen also zeitgleich die deutsche Sprache, die deutsche Schrift und ggf. die Unterrichtsinhalte lernen. Sie bedürfen einer systematischen Alphabetisierung im Deutschen, also den Aufbau des phonologischen Bewusstseins (Laut-Buchstaben Zuordnung) und der basalen Lese-und Schreibkompetenzen. Die Selbstwirksamkeit soll gestärkt werden. Da reine Alphabetisierungsklassen an den Schulen eher zu den Ausnahmen gehören, müssen Lehrerinnen und Lehrer binnendifferenziert unterrichten. In diesem Workshop werden Methoden zur Alphabetisierung und Übungsmöglichkeiten erarbeitet.

Phonetik – Ausspracheschulung in heterogenen Klassen. Trainingsmöglichkeiten der verschiedenen Laute im Unterricht

Interferenzen der Herkunfts- und Familiensprachen spiegeln sich vor allem bei der Aussprache der zu erlernenden Sprache wieder. Bei der ersten Begegnung mit einem Menschen hängt der erste Eindruck maßgeblich von der richtigen Sprachverwendung und der korrekten Aussprache ab. Stimmen diese Faktoren für den Zuhörer nicht, werden die Sprecher oft in ihren Fähigkeiten und in ihrem Wissen unterschätzt. Aussprachetrainings sind wichtige Einheiten im DaZ- Unterricht. In diesem Workshop lernen Sie die Grundlagen der deutschen Phonetik, gezielte Aussprachetrainings für bestimmte Laute und Methoden für das Einüben der Intonation kennen und anwenden.

Sprechen im DaZ – mündliche Sprachkompetenzen verbessern z.B. durch Chunk-Lernen

Das Sprechen in einer fremden Sprache fällt anfangs immer schwer, denn es ist eine äußerst komplexe Herausforderung. Während des Sprechens muss man sich Gedanken zum Inhalt machen und gleichzeitig darauf achten, dass sowohl die Äußerungen angemessen sind als auch die Aussprache korrekt ist. Zudem müssen die richtigen Ausdrucksmittel verwendet werden. Es ist daher wichtig, dass Schülerinnen und Schüler im Seiteneinsteigerunterricht häufig die Gelegenheit erhalten, sich in der neuen Sprache auch mündlich zu äußern. Im besten Fall ist ihr Redeanteil um ein vielfaches höher, als das des Lehrers. In diesem Modul lernen Sie verschiedene Übungen kennen, mit denen Sie gerade schon im Anfängerunterricht die Sprechfertigkeit Ihrer Schülerinnen und Schüler nachhaltig trainieren können.

Lernen lernen

Für neu zugewanderte Schüler und Schülerinnen, aber auch für erwachsene Lerner der deutschen Sprache ist das Thema „Lernen lernen“ eine Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Sprachlernen. Entsprechend der mitgebrachten Schulerfahrung und des schon erreichten Bildungsabschlusses müssen Eigenorganisation, Lerntechniken und Motivationsmöglichkeiten erlernt werden. Unabhängig davon stehen die unterschiedlichen Lernertypen, denen man im DaZ-Unterricht auch gerecht werden soll.

Unsere Schüler sollen  Lernstrategien und –techniken, den Umgang mit störenden Gefühlen (z.B. Langeweile, Angst vor Misserfolg), sich Ziele setzen und erreichen, Planung und Zeitmanagement, Konzentration, Umgang mit Ablenkern, sich motivieren, Umgang mit Fehlern oder Misserfolg erlernen und wir müssen ihnen die Möglichkeit dazu im Unterricht bieten.

Diagnostizieren, Testen und Prüfen – Fehlerkorrektur im DaZ

Eine Voraussetzung für Sprachförderung ist die Sprachdiagnose. Dieser Workshop möchte auf Ihren Erfahrungen aufbauen und soll aufzeigen, welche zusätzlichen Diagnoseinstrumente und Einstufungstests zur Verfügung stehen und wie diese im Unterricht begleitend eingesetzt werden können. Nach der Diagnose steht die Förderung. Außerdem soll die Frage diskutiert werden, unter welchen Voraussetzungen Seiteneinsteiger sinnvoll in Regelklassen integriert werden können.

Die Fehleranalyse soll typische Fehler und ihre möglichen Ursachen bei DaZ- Lernern herausstellen. Zudem wird das mögliche Verhalten von Lehrerinnen und Lehrern bei der Fehlerkorrektur thematisiert.

Grammatik – Besonderheiten im DaZ

Wieviel Grammatik brauche ich zur sicheren Sprachverwendung? Wann macht die Vermittlung von Grammatik Sinn? Im Unterricht mit DaZ Lernern spielt stets auch Grammatik eine wichtige Rolle. In diesem Workshop lernen Sie, was unter pädagogischer Grammatik und grammatischer Progression zu verstehen ist. Sie lernen verschiedenste Grammatikübungen und die Verwendung von Grammatikpostern kennen.

Scaffolding – Deutschförderung in allen Fächern (Schwerpunkt Allgemeinbildende Schulen)

(Diesen Workshop gibt es auch mit dem Schwerpunkt Berufskolleg)

Um eine erfolgreiche Eingliederung der DaZ Lerner in den Regelunterricht zu erreichen, muss ein Umdenken bei allen Lehrerinnen und Lehrern stattfinden. Es kann nur gelingen, wenn die individuelle Förderung in jedem Fachbereich stattfindet. Dieser Workshop vermittelt die Methode des Scaffolding. Bei Scaffolding handelt es sich um ein sprachdidaktisches Konzept zur Unterstützung sprachlichen und damit auch fachlichen Lernens. Es geht um eine vorübergehende Hilfestellung im Sinne eines Gerüsts („scaffold“). Wir lernen konkrete Beispiele und erprobte Arbeitsmaterialien für die Fächer der Naturwissenschaften, Geschichte, Politik und auch Sport kennen. Lernende sollen durch diese Unterstützungshandlungen in die Lage versetzt werden, anspruchsvollere Aufgaben zu lösen als die, die sie alleine schon lösen können.

Heterogenität und Binnendifferenzierung – Teamteaching & Co

DaZ Schülerinnen und Schüler bringen sehr unterschiedliche sprachliche Voraussetzungen und schulische Vorbildung mit in den Unterricht. Im Fokus des Workshops stehen die Fragen, wie die Potenziale des Einzelnen erkannt und angemessen, also individuell gefördert werden können, welche methodischen und organisatorischen Maßnahmen dabei hilfreich sind und wie Lehrkräfte diese Aufgabe bewältigen können.

Arbeiten mit dem Lehrwerk

In diesem Workshop werden Ihre Lehrwerke für Deutsch als Zweitsprache, die Sie im Unterricht mit Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern einsetzen, untersucht. Die Lehrwerkanalyse achtet zum einen auf die sprachlichen Fördermöglichkeiten und zum anderen auf die Inhalte im Hinblick auf die Erwartungen seitens der Zugewanderten. Da die Kinder, Jugendlichen und deren Erziehungsberechtigte mit sehr heterogenen Vorkenntnissen, Lerngewohnheiten und -erwartungen ins Zielland kommen, müssen auch interkulturelle Kompetenzen thematisiert werden. Anhand eines exemplarischen Kompetenzbereiches wird ermittelt, inwieweit die Lehrwerke für die Sprachförderung in Seiteneinsteigerklassen geeignet sind.

Berufsorientierung im DaZ-Unterricht

Die meisten Schülerinnen und Schüler, die in unser Schulsystem kommen, kennen die deutsche Berufs- und Arbeitswelt nicht. Die Berufsbilder und die Ausbildungsmöglichkeiten in ihren Heimatländern unterscheiden sich erheblich von den Ausbildungsmöglichkeiten in Deutschland. Oft bringen sie „Berufserfahrungen“ mit, die sie hier aber nicht für denselben Beruf qualifizieren würden. Im Unterricht gilt es herauszufinden, welche Schlüsselkompetenzen und beruflichen Fertigkeiten die Schüler mitbringen und ihnen aufzuzeigen, welche Schlüsselkompetenzen und Fertigkeiten in unserem Berufsalltag benötigt werden. Nur wer weiß, was er kann und was er will, findet einen passenden Beruf. Hat man ein Ziel, dann kann man auch zielsicher Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Schule erlangen und den benötigten Schulabschluss anstreben. Selbstverständlich gehört ein Überblick über die Möglichkeiten der Qualifizierung für einen Beruf in unserem Schulsystem auch dazu. Ziel der Fortbildung ist, Werkzeuge kennenzulernen, die die Stärken und Interessen der Schülerinnen und Schüler hervorheben, die die vielfältigen Berufsbilder vorstellen und die helfen realistische Ziele zu setzen. Gemeinsam soll eine geeignete Unterrichtsreihe zum Thema Berufsorinetierung geplant werden.